
Berührung
Wo Worte enden, beginnt Berührung
In diesen Seminaren vertiefen wir zentrale Aspekte traumasicheren Begleitung. Jedes Thema steht für sich – und gleichzeitig gehören sie zusammen. Es geht um das, was im therapeutischen Kontakt geschieht: wie Beziehung entsteht, wie sie sich verändert, und wie sie uns Informationen gibt. Manchmal zeigt sich das im Spiegel der Beziehung. Manchmal im Körper. Und manchmal in Bereichen, die besonders sensibel sind – wie Nähe, Intimität und Sexualität.
Die Seminare laden dazu ein, diese Dynamiken nicht nur zu verstehen, sondern im eigenen Erleben zu erforschen. Nicht als Technik. Sondern als Entwicklung einer Haltung, die differenziert, wahrnehmend und tragfähig ist. So entsteht eine Begleitung, die nicht trennt – sondern verbindet.
Berührung im Trauma-Kontext
Wenn Geist und Körper sich gegenseitig tragen
In der therapeutischen Arbeit begegnen wir oft zwei Bewegungen:
dem Verstehen – und dem Erleben.
Der Geist versucht, Zusammenhänge zu erfassen. Der Körper reagiert – mit Spannung, Rückzug oder Bewegung. Wenn beide nicht miteinander verbunden sind, bleibt die Arbeit entweder im Denken – oder wird zu intensiv für das Nervensystem. Dieses Seminar widmet sich genau dieser Verbindung. Wie kann innere Arbeit so begleitet werden, dass der Körper mitgehen kann?Und wie kann körperliche Erfahrung so integriert werden, dass sie verstehbar und haltbar wird?
Berührung kommt hier als eine mögliche Form der Unterstützung hinzu. Nicht als Technik, sondern als etwas, das im Kontakt entsteht – und sich am Nervensystem des Menschen orientiert. Denn Berührung ist nicht gleich Berührung. Für manche kann sie Halt geben. Für andere ist sie zu viel. Manchmal braucht es Nähe, manchmal Abstand. Und oft verändert sich das von Moment zu Moment. So entsteht ein feines Gespür dafür, wie innere Arbeit und äußere Bewegung sich gegenseitig tragen können.
Themen & Schwerpunkte
Zusammenspiel von kognitivem Verstehen und verkörpertem Erleben
Nervensystem und Regulation im therapeutischen Prozess
Berührung im Spannungsfeld von Sicherheit, Kontakt und Grenzen
Entwicklung eines feinen Gespürs für situationsangemessene Begleitung
Unterschiedliche Dynamiken von Nähe und Distanz
Berührung
- 25.06-27.06.20271 Wochenende / 3 Tage
Jedes Vertiefungs-Seminar findet an einem Termin über 3 Tage (Freitag bis Sonntag) statt.
FINANZIERUNG
Fördermöglichkeiten & Finanzierung
Für das Trauma-Jahrestraining können unter bestimmten Voraussetzungen Fördermittel beantragt werden.
Bildungsscheck NRW (Bildungsscheck 2.0)
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert berufliche Weiterbildungen mit bis zu 50 % der Kursgebühren (max. 500 €). Die Beantragung erfolgt vor Beginn der Weiterbildung über das ESF-Onlineportal NRW.
Unterstützung
Gerne unterstützen wir bei Fragen zur Förderfähigkeit.
Ratenzahlung
Eine Ratenzahlung ist möglich. Details finden Sie im Anmeldeformular oder auf Anfrage.
FÜR WEN IST DIESES TRAINING GEEIGNET?
Dieses Training richtet sich an Menschen, die mit anderen arbeiten – und ihre Begleitung vertiefen möchten. Vor allem an Therapeutinnen, Beraterinnen, Coaches sowie Fachkräfte aus dem psychosozialen und pädagogischen Bereich, die traumasicher und beziehungsorientiert arbeiten wollen. Ebenso an Menschen, die einen fundierten Einstieg in die traumasichere Arbeit suchen – und bereit sind, sich auch selbst auf diesen Prozess einzulassen.