
Tanzkomplizen
Gemeinsam wachsen.
Die Tanzkomplizen sind eine Jahresgruppe für Bewegung, Körpererfahrung und verkörperte Gemeinschaft.
Während im Traumatraining Verstehen, Haltung und Begleitung vertieft werden, entsteht hier ein Raum, in dem genau das in Bewegung kommt. Nicht als Methode, sondern als unmittelbare Erfahrung im eigenen Körper.
Viele Menschen haben gelernt zu reflektieren, Zusammenhänge zu erkennen und über sich selbst nachzudenken. Und oft bleibt dabei der Körper zurück. Nicht, weil er weniger weiß, sondern weil ihm weniger Raum gegeben wird.
Die Tanzkomplizen setzen genau hier an. Nicht gegen den Geist, sondern in Beziehung zu ihm. Der Körper wird nicht als Ausdrucksmittel verstanden, sondern als lebendiger Teil unseres Erlebens – mit eigener Wahrnehmung, eigener Sprache und eigener Orientierung.
So entsteht Schritt für Schritt ein Zugang zu Bewegung, die nicht gemacht werden muss, sondern entstehen darf. Ein Raum, in dem Spannung, Ausdruck und Kontakt wieder in Bewegung kommen können.
Begleitet von traumasicheren Haltung, Gemeinschaft und Präsenz.
Verkörperte Gemeinschaft
Ein bewegter Raum für Körpererfahrung und Gemeinschaft, inspiriert von traumasensibler Haltung.
Diese Qualitäten begleiten die Gruppe durch das Jahr. Sie wiederholen sich, vertiefen sich und verändern sich mit der Erfahrung. Es entsteht kein Ablauf, sondern ein Prozess, in dem der Körper zunehmend Vertrauen in seine eigene Bewegung gewinnt.
Die traumasensible Perspektive bleibt dabei immer präsent. Nicht als Technik, sondern als Haltung. Sie zeigt sich in der Aufmerksamkeit für das individuelle Tempo, für Grenzen und für die Frage, was im Moment möglich ist. So entsteht ein Raum, in dem Bewegung weder überfordert noch zurückgehalten wird.
Die Tanzkomplizen sind ein Ort, an dem der Körper wieder zu Wort kommt. Nicht gegen den Geist, sondern in Beziehung zu ihm. Schritt für Schritt kann sich eine andere Form von Gleichgewicht entwickeln – in der der Geist nicht mehr allein trägt und der Körper nicht mehr zurücksteht, sondern beide auf Augenhöhe zusammenwirken.
Für Menschen, die bereits im Traumatraining sind, kann dieser Raum eine direkte Vertiefung sein. Das, was dort verstanden und geübt wird, wird hier spürbar und verkörpert. Gleichzeitig ist die Gruppe offen für alle, die sich über Bewegung einem unmittelbaren Zugang zu sich selbst nähern möchten.
So entsteht über die Zeit etwas, das sich nicht herstellen lässt: ein Körper, der nicht mehr nur reagiert, sondern wieder antwortet. Eine Bewegung, die nicht gemacht ist, sondern entsteht. Und ein Kontakt, der nicht gesucht werden muss, weil er wieder da ist.
Und gleichzeitig gibt es einen klaren Rahmen, der Orientierung gibt: Die Tanzkomplizen sind kein offener Raum, in dem wir uns einfach bewegen und wieder auseinandergehen. Die sechs Qualitäten geben eine Struktur. Sie bestimmen den Rhythmus und das jeweilige Thema. Die Bewegung wird angeleitet und bleibt gleichzeitig offen genug, damit jede*r eine eigene Form darin finden kann. Es geht nicht darum, etwas darzustellen. Sondern darum, etwas in Bewegung zu bringen. Was sich zeigt, wird im Austausch aufgegriffen, gemeinsam gehalten und integriert.
Begegnung, Bewegung und ein feines Mitgehen miteinander gehören dabei ebenso dazu wie das, was man aus der Supervision kennt.
Wir arbeiten nicht an den Themen. Wir bewegen sie.
Themen & Schwerpunkte
Fließen beschreibt Bewegung, die nicht unterbrochen wird und keinem festen Ziel folgt.
Richtung finden entsteht dort, wo Impuls spürbar wird und der Körper beginnt, sich zu orientieren.
Loslassen zeigt sich, wenn Spannung weichen darf und Bewegung freier wird.
Spielen bringt Leichtigkeit und die Möglichkeit, ohne Bewertung zu erkunden.
Sein entsteht in Momenten, in denen Bewegung nicht mehr hergestellt wird, sondern einfach da ist.
Alles zugleich beschreibt das Zusammenspiel dieser Qualitäten, in dem Bewegung als Ganzes erlebt wird.
Tanzkomplizen
TANZKOMPLIZEN umfasst insgesamt 6 Termine.
Die Treffen finden jeweils Freitags von 18:00 bis 20:30 Uhr statt.
Preis gilt für je 6 Termine.
FINANZIERUNG
Fördermöglichkeiten & Finanzierung
Für das Trauma-Jahrestraining können unter bestimmten Voraussetzungen Fördermittel beantragt werden.
Bildungsscheck NRW (Bildungsscheck 2.0)
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert berufliche Weiterbildungen mit bis zu 50 % der Kursgebühren (max. 500 €). Die Beantragung erfolgt vor Beginn der Weiterbildung über das ESF-Onlineportal NRW.
Unterstützung
Gerne unterstützen wir bei Fragen zur Förderfähigkeit.
Ratenzahlung
Eine Ratenzahlung ist möglich. Details finden Sie im Anmeldeformular oder auf Anfrage.
FÜR WEN IST DIESES TRAINING GEEIGNET?
Dieses Training richtet sich an Menschen, die mit anderen arbeiten – und ihre Begleitung vertiefen möchten. Vor allem an Therapeutinnen, Beraterinnen, Coaches sowie Fachkräfte aus dem psychosozialen und pädagogischen Bereich, die traumasicher und beziehungsorientiert arbeiten wollen. Ebenso an Menschen, die einen fundierten Einstieg in die traumasichere Arbeit suchen – und bereit sind, sich auch selbst auf diesen Prozess einzulassen.